Hotline Strafrecht . Rechtsberatung per Telefon zum Strafrecht . Tägliche, direkte Rechtsauskunft -
  

Versteigerungen - Internet

 www.anwaltshotline.org

Rechtsberatung Strafrecht

 
  Telefon: 0900-1234 1015 € 1.85 Min*
 
 Anwaltshotline - Rechtsrat - Rechtsberatung - rechtliche Hilfe!
 Tägliche direkte, telefonische Rechtberatung!
 Ihr Rechtsanwalt ist immer wieder für Sie erreichbar!
          Telefon: 0900-1234 1015  
               ... und Sie wissen in wenigen Minuten mehr!
 
* Wird Ihnen bei Ansage ein höherer Preis genannt, handelt es sich um den Preis den Ihnen Ihr Provider (Handy etc) für den Anruf berechnet!
|
|
|
Justitia Direct begrüsst Sie auf seiner Seite -
|
Die juristischen Berater von Justitia Direkt haben seit 1998 zehntausende von Beratungen durchgeführt.
|
Auf dieser Seite haben wir eine Auswahl von interessanten Anfragen und die Antworten dazu eingestellt.
|
|
 Datum: 2. Quartal 2004
 Ort: Hamburg
 Frage: Strafrecht - Ebay-Betrug - Haftung
 
Bei Ebay wurde über meinen dortigen Account am _____ 04 Ware im Wert von ______ Euro ersteigert.

Wer dies gemacht hat, weiss ich nicht und ich kann es auch nicht nachvollziehen.

Tatsache ist jedoch, dass ich zum Zeitpunkt der Bestellungen nachweislich nicht zuhause gewesen sein kann, weil ich mich auf einer Hochzeitsfeier 200 km von meinem Wohnort aufgehalten habe. Ich lebe allein, sodass auch niemand aus meinem Umfeld meinen Rechner benutzt haben könnte.

Dies ist nun vier Tage her und die Verkäufer der Waren drängen mich zur Zahlung.

Ich bin im Moment etwas überfordert und weiss nicht wie ich mich verhalten soll. Ich will auch nichts falsch machen.

 
Was können Sie mir raten?
 
|
Sonderseiten zu qualifizierten Rechtsanwälten:
| Rechtsberatung  Pferderecht | Rechtsberatung Wettbewerbsrecht | Rechtsberatung Familienrecht | Rechtsberatung Betreuungsrecht | Rechtsberatung Zwangsvollstreckung | Rechtsberatung Inkasso | Rechtsberatung Arbeitsrecht | Rechtsberatung Erbrecht | Rechtsberatung Mietrecht |
 Antwort: Strafrecht - Ebay-Betrug - Haftung
 
Der von Ihnen geschilderte Fall ist in zweierlei Hinsicht relevant, nämlich strafrechtlich und zivilrechtlich. Interessanter für Sie ist zunächst die zivilrechtliche Seite, da nach dem Zivilrecht beurteilt wird, ob Sie zur Zahlung verpflichtet sind oder nicht.

Nach der rein materiellen Rechtslage ist mit Ihnen in keinem der Fälle ein Vertrag zustande gekommen, da weder Sie selbst noch eine von Ihnen bevollmächtigte Person die Kaufverträge in Ihrem Namen abgeschlossen hat, sondern eine Person, die hierzu nicht befugt war.

Problematisch ist allerdings die prozessrechtliche Lage. Im Zivilprozess muss grundsätzlich jede Partei Tatsachen, die sie behauptet und die von der Gegenseite bestritten werden, beweisen.

In Ihrem Fall könnte das darauf hinauslaufen, dass Sie beweisen müssten, die Käufe nicht getätigt zu haben.

Wenn das nicht möglich ist, würden Sie im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung den Prozess alleine deshalb verlieren, weil Sie diesen Beweis nicht haben. 

Wie Sie ausführen, haben Sie Zeugen dafür, dass Sie während der betreffenden Zeit nicht zuhause waren und auch nicht im Internet waren, es also praktisch nicht möglich war, dass Sie die Kaufverträge geschlossen haben. 

Damit ist dieser Beweis erbracht. 

Beim Zeugenbeweis besteht allerdings immer ein gewisses Risiko, dass das Gericht - aus welchen Gründen auch immer - die Zeugen für unglaubwürdig halten könnte.

Es wäre also besser, einen sichereren Weg zu finden.

Hier könnten Ihnen die fernabsatzrechtlichen Vorschriften helfen.

Handelt es sich bei den Verkäufern um gewerbliche Händler, müssen diese Ihnen ein zweiwöchiges Widerrufsrecht einräumen.

Sie können einen solchen Vertrag also ohne Angabe von Gründen innerhalb von 2 Wochen widerrufen. Dann müssen Sie weder die Ware abnehmen noch den Kaufpreis zahlen.

Da es sich bei E-Bay-Verkäufen nicht, wie dort angegeben um Auktionen handelt sondern um Kaufverträge, die über Telekommunikationsmittel abgeschlossen werden, sind die Vorschriften zu den Fernabsatzgeschäften hier anwendbar.

Handelt es sich hingegen bei den Verkäufern um Privatpersonen, steht Ihnen dieses Widerrufsrecht nur zu, wenn es Ihnen ausdrücklich eingeräumt wurde.

Eine Pflicht dazu besteht hier nicht.

In diesem Fall müssten Sie also auf Ihren Zeugenbeweis zurückgreifen.

Sie sollten auch in jedem Fall Strafanzeige erstatten. Da die Handelnden derzeit nicht bekannt sind, muss diese zwar gegen unbekannt gestellt werden auf die Gefahr hin, dass die Täter nicht ermittelt werden können und das Verfahren eingestellt wird.

Das verursacht Ihnen aber keinerlei Kosten und steigert Ihre Glaubwürdigkeit.

Es kommt in Gerichtsverfahren nämlich immer wieder vor, dass gegen Personen Straftaten verübt wurden, die später auch in einem Zivilverfahren oder anderen Strafverfahren eine Rolle spielten. Wenn diese Personen dann keine Strafanzeige erstattet haben, mussten sich sich vom Richter fragen lassen, warum sie das dann nicht getan haben, frei nach dem Motto "dann kann es so schlimm nicht gewesen sein" bzw. "das ist jetzt ein reine Schutzbehauptung".

Um dem vorzubeugen, sollten Sie in jedem Fall Strafanzeige erstatten, zumal der Betrag von _____ Euro nicht gerade gering ist.

Die Staatsanwaltschaft wird dann versuchen, die Täter zu ermitteln. Sollte dies gelingen, hilft Ihnen das auch hinsichtlich der zivilrechtlichen Rechtslage, da dann der Beweis erbracht ist, dass Sie nicht die Käuferin sind.

Bei der Ermittlung der Täter sollte auch ein Augenmerk auf die Verkäufer gerichtet werden. Eine solche Aktion ist nämlich entweder nur blanker Unsinn zu dem Zweck, irgendjemanden zu schädigen, denn die Täter haben davon ja nichts.

Oder die Täter sind selbst die Verkäufer und haben sich so künstlich eine Käuferin verschafft. Dann würde ein solches Vorgehen einen Sinn machen.

...

Übersichten zum Arbeitsrecht | Familienrecht - Scheidung | Erbrecht | Mietrecht | Verkehrsrecht | Vertragsrecht

 
© JD - Saarbrücken (Saarland)
Anwaltshotline - Rechtsberatung - Index
Informationen zu dieser Seite!
Die Antworten auf die hier eingestellten Fragen könnten zum Zeitpunkt Ihres Lesens nicht mehr aktuell sein.
Unser Gesetzgeber hat in den letzten Jahren im Rekordtempo eine Vielzahl vom neuen Gesetzen und Änderung von Gesetzen geschaffen.
Achten Sie deshalb bitte unbedingt auf den Zeitpunkt der Antwort der eingestellten Fragen.
|||
Die hier eingestellten Fragen wurden von uns so verändert, dass die Originalfrage nicht mehr erkennbar ist.
Auch haben wir uns von den Anfragern das Einverständnis eingeholt.
Übereinstimmungen mit anderen, tatsächlichen Konstellationen sind also purer Zufall.
|||
Beachten Sie bitte auch, dass wir keinerlei Garantie dafür geben können, dass die hier eingestellten Antworten so korrekt sind.
 
Webseitenoptimierung
 
Seitenempfehlungen -
 
Sie haben eine Seite, die sich mit einer Rechtsseite ergänzt? Wie wäre es mit Linktausch? >   mehr...
Juristischer - für Laien verständlicher - Content für Ihre Seite? >   mehr...
 Ihre Seite hier?             
 
Seitenempfehlungen -